November in Venedig Tipps: Nebel senkt sich über die Kanäle und eine gewisse Melancholie breitet sich aus. Die Touristenmassen sind weg. Die Stadt kommt zur Ruhe, bevor bevor sie schon zur Weihnachts- und Karnevalssaison wieder gestürmt wird. Zu dieser Jahreszeit hat man die Chance, ein wenig vom wirklichen Venedig kennenzulernen. Unsere Tipps und Erfahrungen für den späten Herbst:


Inhaltsverzeichnis

Wo sollte man wohnen?

Wo kann man gut und günstig essen?

Wie ist das Wetter im November in Venedig?

Was mache ich bei Aqua Alta?

Wie kann man sich fortbewegen?

Soll ich eine Gondelfahrt machen?


Wo sollte man wohnen?

Der November ist die perfekte Reisezeit für Venedig. Es gibt oft sehr günstige  Angebote für gehobene Hotels, da die Touristenzahlen im Spätherbst eher niedrig sind. Eine ausgiebige Recherche ein paar Wochen im Voraus macht sich durchaus bezahlt. Darauf achten, dass die Unterkunft in der Stadt und nicht auf dem Festland ist!

Ein Erlebnis ist in jedem Fall, in einem der vielen Palazzi zu übernachten. Viele sind heute zu Hotels umfunktioniert worden. Es gibt meist einen privaten Bootsanleger und andere Luxus-Annehmlichkeiten. Einchecken wie George Clooney!

November in Venedig Hotel Tipps Palazzo

Die alten Palazzi mit ihrem morbiden Charme sind heute oft Hotels


Wo kann man gut und günstig essen?

In den Gassen von Venedig wimmelt es von Restaurants und Osterien, meist von Touristen bevölkert. Die Venezianer bleiben verständlicherweise gern unter sich. Touristen verrät man die Insider-Tipps auf keinen Fall.

Günstig und äußerst lecker sind die Cicchetti. Das sind die venezianischen Tapas, die es überall in den vielen Bacari der Stadt gibt. Die kleinen Delikatessen genießt man am besten im Stehen an der Bar mit einem Glas Weißwein. So machen es alle Venezianer und man kommt ins schnell ins Gespräch. Manchmal bekommt man hier sogar einen echten Insider Tipp. Wein/ Espresso an der Bar kosten um die zwei Euro, Cicchettis ab drei Euro.

Wie in jeder Touristenmetropole sollte man in jedem Fall Lokale meiden, die mehrsprachige Menüs anbieten. Das kann gerade hier sehr unappetitlich und teuer werden.

Venedig im Herbst: Bacari, Weinbars in Venedig

Die Bacari, die kleinen Weinbars, haben eine lange Tradition in Venedig.


Wie ist das Wetter im November in Venedig?

Nach dem goldenen Oktober nimmt die Temperatur in Venedig rapide ab. Wärmer als elf bis fünfzehn Grad wird es selten. Zudem ist es durch den Nebel sehr feucht. Man sollte also unbedingt warme Sachen einpacken, auch wenn die Sonne ab und zu Wärme in die Gassen bringt.


Was mache ich bei Aqua Alta?

Im Herbst, spätestens im Dezember kommt das gefürchtete Hochwasser in die Stadt. Doch keine Angst, auf dem Markusplatz und in den anderen hoch frequentierten Gegenden sind dafür extra Stege aufgebaut worden. Das Hochwasser läuft auch relativ schnell wieder ab. Der Einheimische hat dafür ein paar Gummistiefel, die es jeder Ecke zu kaufen gibt und die viele Hotels zur Verfügung stellen.

November in Venedig - Vaporetto vor der Rialto-Brücke

Die Vaporetto in Venedig haben eher den Charme eines Pendlerbusses


Wie kann man sich in Venedig fortbewegen?

Das schönste an Venedig sind die unzähligen Gassen und Brücken, die die Kanäle überspannen. Hier kann man sich herrlich treiben lassen.

Sollte man doch einmal eine weitere Strecke bewältigen müssen, nimmt man ein Vaporetto. Diese Boote haben allerdings den Charme eines Vorstadtbusses. Preis vom Flughafen bis zum Canal Grande ca 15 Euro, Fahrkarten und Infos.

Unverschämt teuer, wenngleich auch unvergleichlich luxuriös ist eine Fahrt mit dem Taxiboot. Einmal um die Ecke und man ist 70 Euro los. Es ist aber auch ein einmaliges Erlebnis. Die Boote werden aus edlem Mahagoniholz handgefertigt und gleichen in ihrer Ausstattung eher Luxuslimousinen. Die Kosten kann man sich auch teilen, bis zu sechs Personen haben bequem Platz. Preis zum Flughafen: ca. 120-130 Euro pro Taxi.  


Soll ich eine Gondelfahrt machen?

Nein, nein und nochmals nein! Das ist so ziemlich das langweiligste was man in Venedig machen kann, die Preise sind obendrein irrwitzig.

Und es gibt eine günstige Alternative: für zwei Euro kann man sich im Traghetto über den Canal Grande rudern lassen. Das sind kleine Gondelfähren inklusive echter Gondolieris für die Einheimischen. Wer auf den Touristenkitsch verzichten kann, bekommt so sein Gondelfeeling fast umsonst. Haltestellen und Preise.

 


Hier geht es zu unserem Reisebericht

Venedig im November

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Fotos: The Golden Gecko, lauragambrinus